Zarische Truppen, Krasnaja Poljana, 21.5.1864

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Dienstag, 19. August 2014

Daniele Ganser und sein Umfeld I: Anti-Fracking und die Instrumentalisierung von Gegenöffentlichkeit (Einleitung)

Einleitung: Gegenöffentlichkeit und "Active measures"
 
Am 19. Juni 2014 hatte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen behauptet, Anti-Fracking Initiativen seien von Rußland im Sinne einer Desinformationskampagne unterwandert bzw. finanziert worden. Zeitungen wie der britische Guardian zitierten Rasmussen dabei wie folgt:
I have met allies who can report that Russia, as part of their sophisticated information and disinformation operations, engaged actively with so-called non-governmental organisations - environmental organisations working against shale gas - to maintain European dependence on imported Russian gas.

Umweltinitiativen reagierten empört ob dieser Unterstellungen, Greenpeace nannte die Anschuldigungen absurd:
"The idea we’re puppets of Putin is so preposterous that you have to wonder what they’re smoking over at Nato HQ. Mr Rasmussen should spend less time dreaming up conspiracy theories and more time on the facts. Fracked gas will probably cost more than Russian imports, there’s little chance fracking will generate more than a small fraction of Europe’s gas needs and it won’t even do that for at least ten years."

Allerdings gäbe es doch ernstzunehmende Gründe dafür, Rasmussens Behauptung nicht von vorherein als bloße Anti-Anti-Fracking-Stimmungsmache abzutun. In den 1980ern etwa war es von sowjetischer Seite zur massiven Beeinflussung der westdeutschen Friedensbewegung gekommen, die allerdings für die damaligen Beteiligten nicht immer sichtbar gewesen war. Auch damalige westdeutsche Friedensaktivisten hatten teils empört, teils belustigt reagiert auf Hinweise und Vermutungen darauf, daß ihre Kampagnen unter sowjetischem Einfluß stehen könnten. Diejenigen konservativen Kreise, die wie Helmut Kohl, Franz Josef Strauß gegen die westdeutsche Friedensbewegung als "von Moskau gesteuert" wetterten, haben leider am Ende Recht behalten. Archivstudien konnten die Orchestrierung der westdeutschen Friedenskampagnen durch KGB und SED mittlerweile zweifelsfrei belegen. Die Erwiderung von Anti-Fracking-Aktivisten auf die aktuellen Vorwürfe von Rasmussen, man habe selbst nie mit dem Kreml oder Gazprom Kontakt gehabt und würde kein russiscwhes Geld erhalten, ist vor diesem Hintergrund gesehen ein recht schlichtes Argument. Kritik muß, nur weil sie auf parteiische Weise geäußert wird, deswegen nicht automatisch unwahr sein - genauso wenig werden damit allerdings die umweltpolitischen Bedenken von Anti-Fracking-Aktivisten per se hinfällig.

Man sollte hierzu ergänzen: Rasmussens Vorwürfe sind auch nicht ganz neu. Bereits 2009 hatte der US-amerikanische Think Tank Stratfor, der allerdings internationale Konzerne der Rohstoffbranche zu seinen Kunden zählt, eine Analyse unter dem Titel "Shale Gas Activism" herausgegeben, das u.a. dem Film "Gasland" eine möglicherweise bedeutende Rolle in der Anti-Fracking-Bewegung ("could be a potentially powerful tool for bringing attention to fracking issues") einräumte. Aus einer geleakten email vom Juni 2010 geht hervor, daß Stratfor u.a. auch spekulierte, ob der amerikanische Filmemacher Josh Fox für seine zweiteilige Anti-Fracking-Doku "Gasland" Gelder der russischen Regierung erhalten haben könnte. Die verneinende Reaktion auf diesen Vorwurf wurde u.a. von globalresearch publik gemacht, einer Organisation, die engen personellen und inhaltlichen Austausch mit den Eurasien-Netzwerken eines Alexander Dugin pflegt, was ebenfalls nicht für eine politische Unabhängigkeit der Gegenseite in dieser Polemik spricht.

Der Argumentation der Anti-Fracking-Aktivisten steht also eine lange sowjetische bzw. russische Tradition gegenüber, westliche Gegenöffentlichkeit über sogenannte "aktive Maßnahmen" für sich zu instrumentalisieren, wobei diesr durchaus nichten auf Friedensbewegungen begrenzt geblieben war, sondern auch auf Gewerkschaften, Jugend- und Frauenbewegungen abgezielt hatten. Eine Wiederbelebung dieser Tradition, insbesondere auch über Anti-Fracking-Aktivismus, würde sich für die russische Regierung aus den folgenden Gründen anbieten:

a) Eine westeuropäische Unabhängigkeit von russischen Gas könnte Rußland erheblich schaden, im wirtschaftlichen wie auch im politischen Sinne.  Erdgas, so Eduard Steiner in Die Welt, sei Rußlands wichtigste Devisenquelle, der aktuelle Fracking-Boom lasse den russischen Gasexport massiv einbrechen und schade dem russischen Wirtschaftswachstum erheblich. Der Gewinn von Gazprom sei bereits erheblich eingebrochen. Die außenpolitische Bedeutung von Fracking wird von einem Forbes-Artikel wie folgt umrissen:
"Europe’s energy insecurity – its dependence on Russian gas – has proven to be Putin’s favorite tool of geopolitical blackmail. Until recently, Europe has had little choice but to put up with Putin’s shenanigans, such as turning off the flow of gas through Ukraine in the dead of winter following contract disputes. But the balance of energy power is moving away from petro dictators like Putin, thanks to fracking and surging U.S. production of oil and natural gas from shale."

Ein anderer Artikel des amerikanischen Wirtschaftsmagazins geht noch weiter und konstatiert: "Fracking could free Europe from Putin". Ist das seinerseits wiederum nur plakative Werbung für eine umstrittene, umweltschädliche Energie, oder enthalten diese Analysen auf politischer Ebene nicht doch einen Funken Wahrheit? Der oben zitierte Einwand von Geenpeace, gefracktes Gas würde teurer, greift jedenfalls deutlich zu kurz: politische Erwägungen und die politischen Kosten einer Abhängigkeit von russischem Gas wurden hier nicht eingerechnet. Ein Blick auf die Webseite von "Stimme Rußlands" bestätigt das Interesse dieses russischen Regierungsmediums am Thema "Fracking", es findet sich dortr gleich ein ganzes Dossier zu "Schiefergasrevolution. Antiutopie", das aus unterschiedlichen Perspektiven über die Gefahren von Fracking aiufzuklären vorgibt.

b)  Die russische Regierung könnte die Anti-Fracking Bewegung als Teil weiter gefaßter gegenöffentlicher Bewegungen sehen, über deren Stärkung sich der geopolitische Rivale schwächen läßt, d.h. indem innenpolitischer Streit und gesellschaftliche Unruhen gefördert werden. Daß die russische Regierung ein generelles Interesse an der Vereinnahmung des Protestpotentials westlicher Gesellschaften - unabhängig von dessem konkreten Charakter - hat, ist meines Erachtens sogar äußerst wahrscheinlich. In diese Richtung weist u.a. die Interpretation des konservativen kanadischen Journalisten und Fracking-Befürworters Ezra Levant, wenn dieser schreibt:
"When Putin worked for the KGB, they made use of fellow travellers in the west, typically in the “peace movement,” to try to disarm the west. But also in the labour movement, to foment strikes to cripple western industry, such as Britain’s coal industry. It’s a practice he continues today. Former German Chancellor Gerhard Schroeder was hired by Putin as a senior Gazprom executive. Is that payment for keeping Germany dependent on Russia today? Or a reward for services rendered when Schroeder was in office? It’s fair to ask, given NATO’s revelations and Putin’s biography."

Läge eine solche Einflußnahme vor, so würde das auch Folgen für die Anti-Fracking-Bewegung als solche haben, zu schlecht auflösbaren Widersprüchen und entsprechenden Deformationen führen. Wie bereits kritisch angemerkt wurde, bezieht sich die von der russischen Regierung an den Tag gelegte Abneigung gegen Fracking weniger auf die Sorgen um eine gesunde, saubere Umwelt an sich, denn auf fremdes Fracking: 
"Vladimir Putin just hates fracking—at least, he hates it when other countries do it. As the Russian president told an economic conference last year, in places where companies are fracking to extract natural gas, they turn on the faucet and “black stuff comes out of the tap.” Consider the environment, he begged his audience.[..] To be sure, there are environmental issues with fracking, or, more formally “hydraulic fracturing”: huge quantities of water laced with noxious chemicals are blasted deep under the surface of the earth to blow apart rock formations, releasing the gas and oil locked inside them. But, just as surely, the environment is not Putin’s main concern. (P.S. Russia isn’t exactly opposed to do a little fracking of its own.)."

Der amerikanische Wissenschaftsautor Robert Zubrin, der in National Review bereits etliche Belege dafür zusammengetragen hat, daß Gazprom und Kreml über ihre Informationspolitik gezielt die Anti-Fracking-Thematik befördern, befindet auf ähnliche Weise:
"The fact that Kremlin opposition to European fracking has nothing to do with environmental concerns should be clear even to the dullest among us, because Russia has massive fracking projects of its own underway in Siberia. The real goal is to keep Europe dependent upon Russia for its fuel supply. Natural-gas prices in Europe are quadruple those prevailing in the United States, and by maintaining a near-monopoly on overpriced European natural-gas imports, the Putin regime assures itself of a vast source of revenue. This allows it to rule and rearm Russia without permitting the freedom necessary to develop the country’s human potential. Furthermore, so long as Europe is kept critically dependent upon Russia for fuel, Moscow can paralyze and render ineffective any Western response to its plans for conquest, whose initial steps are currently being demonstrated in Ukraine. More, and much worse, is certain to follow so long as Europe remains helpless."

Mir geht es hier - in Anlehnung an diese kritischen Einwände - also nicht darum, Fracking zu befürworten und Anti-Fracking-Initiativen zu diskreditieren. Wer meinen Text trotzdem in diesem Sinne verstehen möchte, dem steht das frei. Zentral ist für mich jedoch vielmehr der Vorwurf, westliche Gegenöffentlichkeit würde politisch unterwandert und von russischen Regierungsinteressen instrumentalisiert. Es geht mir demzufolge um das Problem, ob hier nicht doch über Themen wie Fracking zumindest partiell eine besondere Form des Astroturfing bzw. eine Neuauflage sowjetischer "aktiver Maßnahmen" betrieben wird, sowie welche Deformationen des zivilgesellschaftlichen Handlungsraums hierdurch entstehen können, die sich sowohl über den Einfluß zweifelhafter Inhalte als auch in Form von Bündnispartnern mit zweifelhaften bzw. letzendlich konträren Zielen äußern können.

Ganz allgemein gehalten treibt mich die Frage um, warum sogenannte gegenöffentliche Strukturen der westlichen Welt dann, wenn russische Regierungsinteressen involviert sind, oftmals kein Korrektiv zu wirtschaftlich und militärisch motivierter Machtpolitik bieten, sondern - z.T. sogar im Verein mit konservativen Kreisen - selbst als weitere Repressionsinstanz auftreten. Letzteres beobachte ich u.a. gerade dann, wenn es um die Tscherkessen und ihre Bestrebungen nach Aufarbeitung des an ihnen begangenen Völkermordes, Wiedergutmachung und den Erhalt von Minderheitenrechen geht. Es sind dies Themen, die gerade auch in europäischen linksgerichteten Kreisen nicht nur ein ausgesprochenes Desinteresse erfahren, sondern oftmals auch aggressive, regelrecht irrationale Reaktionen hervorrufen und Gesprächspartner durch und durch feindselige Haltungen offenbaren lasen. Möglicherweise werden sich aber auch Graswurzelaktivisten aus anderen Bereichen für diese Problematik und die sich daraus ergebenden Spannungen und Widersprüche interessieren, etwa wenn es darum geht, daß Teile der Umweltbewegung in ihrer Hoffnung auf einen Wechsel hin zu erneuerbaren Energien sich zur Kooperation mit politischen Partner verleiten lassen, deren eigene Zukunftsvision dann schwimmende Atomkraftwerke vorsieht.

Auf die Frage nach der Instrumentalisierung von Gegenöffentlichkeit eine definitive Antwort zu finden, beansprucht diese Textserie nicht. Ich möchte einige Indizien zusammentragen und gebe dabei nicht einmal vor, eine besonders systematische Analyse leisten zu können - es soll eher ein Streifzug sein. Ich möchte da, wo es mir möglich ist, entsprechende Vernetzungen und Einflußnahmen aufdecken. Infiltrierungen und Manipulationen zu gewichten in Bezug auf die jeweiligen Gesamtanliegen und deren politische Konsequenz und Ehrlichkeit, kann ich hier nicht leisten. Anti-Fracking-Aktivismus bildet meinen Ausgangspunkt, ich werde danach allerdings gegenöffentliche Themen wie "Friedenspolitik", "Anti-Zensur" und "Staatsterror" streifen und Daniele Ganser als einer Person, die diese Themen zusammen bindet, in davon berührte unterschiedliche Milieus und Kontexte folgen.

Nebenbei werde ich damit auch die Forderung Pedram Shahyars bedienen, den Diskurs der Mahnwachen, den dort entstehenden "eigenen Deutungsrahmen", ernst zu nehmen und dabei zumindest ansatzweise das politische "Potential" dieser neuen "Bündnisfähigkeit" ausleuchten. Auch wenn meine diesbezüglichen konkreten Schlußfolgerungen dem Image, das die Macher der Montagsmahnwachen aufzubauen suchen, konträr gegenüberstehen und in diesen Kreisen deswegen wohl kaum Gefallen finden werden, so muß ich Shahyar in einem Punkt rechtgeben: Hier ist in der Tat eine Art (sub-)kultureller Zusammenhang am Entstehen, der recht verschiedene Elemente zu einer größeren Erzählung zusammenbindet und bisweilen auch disparate, einander ursprünglich sogar widersprechende Positionen zu einer zumindest rudimentären Weltanschauung verschmelzen läßt.

1. Eine Spur im "Freitag": Der Geologe Alex Beaurieux

Mehr der weniger zufällig war mir vor wenigen Wochen im "Freitag" ein Interview unter dem Titel "Die Pralinenbox ist geplündert" begegnet. Redakteur Felix Werdemann spricht mit dem Geologen Alex Beaurieux über Peak Oil, eine Forschungsmeinung, die Beaurieux selbst kurz und knapp wie folgt auf den Punkt bringt: "Es ist eigentlich gar nicht wichtig, wie viel Öl und Gas da ist. Entscheidend ist, wie viel man wirtschaftlich fördern kann.". Beaurieux wirft im Interview die Vermutung auf, Angaben zur tatsächlichen Größe der weltweiten Energiereserven würden aus politischen und wirtschaftlichen Gründen manipuliert. Von Fracking und seinen Risiken ist im Artikel selbst nicht direkt die Rede, indirekt dann aber doch: "Die Pralinenbox ist geplündert, jetzt sind noch die Dinge übrig, die keiner mag." Die Reaktion in den Kommentaren bestätigt, daß der Artikel durchaus als subtile Kritik an Fracking verstanden wurde bzw. zumindest eine solche Kritik anzustoßen in der Lage ist.  Mich hatte beim Lesen des Interviews vor dem Hintergrund der Rasmussen-Andeutungen die Neugier gepackt, ob hier ein Zusammenhang hergestellt werden könne zu Anti-Fracking-Initiativen und sich bei diesen wiederum eine Einflußnahme der russischen Regierung nachweisen ließen. Ich habe daraufhin zunächst einen Blick auf den Interviewten geworfen.

Alexander Beaurieux ist Vorstandsmitglied im deutschen Ableger von ASPO, der Association for the Study of Peak Oil and Gas. Ein kurzer Blick auf den Blog von ASPO Deutschland zeigt, daß Beaurieux jüngst einen Vortrag zur Ukraine gehalten hat unter dem Titel  "Die Ukraine auf dem geopolitischen Schachbrett einer Welt nach Peak Oil". Die Vortragsfolien, die online abrufbar sind, bieten vor allem im hinteren Teil des Vortrags Überraschendes: Hinweise auf die (vermeintliche) amerikanische Doktrin der "Full Spectrum Dominance", eine Auswahl an Brzezinski-Zitaten, darunter interessanterweise auch eines mit Bezugnahme auf "Eurasien":
"Die Ukraine, ein neues und wichtiges Feld auf dem eurasischen Schachbrett, ist ein geopolitischer Angelpunkt.Ihre Existenz als unabhängiges Land hilft, Russland zu verändern. Ohne die Ukraine ist Russland kein eurasisches Imperium mehr.")

Dazugewürfelt wurden 9/11-Verschwörungstheorien, links zur "Stimme Rußlands" und angeblich gehackten emails von Klitschko, die eine gezielte Destabilisierung der Ukraine über westliche Finanzierung nahelegen, anschließend folgt ein Bild von der FED und ganz zum Schluß noch Werbung für den Buchtitel "Flashpoint in Ukraine. How the US Drive for Hegemony Risks World War III", herausgegeben von einem Stephen Lendman, der mich im Zusammenhang mit Daniele Ganser noch häufiger beschäftigen wird. Auffällig ist auch die optische Aufmachung etlicher Folien in schwarz-rot-gelb, die mich spontan  an patriotische russische Facebook-Bildchen mit Lettern in weiß-blau-rot erinnert hat - in deutschen Kontexten mutet eine solche Aufmachung in Nationalfarben eher befremdlich an.

 Ein aktueller Blogpost von Beaurieux unter dem Titel "Beneath the Ukraine Crisis: Shale Gas" (bei dem zudem auch erst auf den zweiten Blick ersichtlich ist, daß es sich bei ihm um einen gekürzten Artikel eines Nat Parry von consortiumnews handelt)  wird im Anhang ergänzt um Verweise auf ein RT- Interview mit Dr. Daniele Ganser, Stephen Lendman und F. William Engdahl. Dies hat mich dann vollends stutzig gemacht, ist Daniele Ganser mir doch immer wieder bei meinen Recherchen zur deutschen Montagsquerfront, Compact und KenFM begegnet. F. William Engdahl ist ein bekannter Verschwörungstheoretiker, stand mit BÜSO/LaRouche in Verbindung, wird von Kopp-Verlag als Autor geführt, ist im Umfeld der ehemaligen VPM-Sekte ("Mut zur Ethik") und Voltairenet aktiv und unter deutschen Querfrontlern (darunter auch Jochen Scholz) sehr beliebt. Zudem ist Engdahl, so läßt es sich bei Anton Shekhovtsov nachlesen, auch für das "Centre for Research on Globalization" tätig sowie im Wissenschaftlichen Beirat der italienischen Zeitschrift "Geopolitika" vertreten. Er steht damit im Verdacht, Teil von Alexander Dugins eurasischen Netzwerken zu sein.

Ich habe mich demzufolge entschlossen, mich auf die Person Daniele Gansers zu konzentrieren und weiterzusuchen, ob sich jenseits der hier bereits aufgeführten Assoziationsketten Hinweise finden lassen, mit denen der Verdacht der Verbindung zu russischen Regierungsinteressen erhärten werden kann und wenn ja, welche Themenbereiche hiervon berührt werden.


Es folgt: Daniele Ganser und sein Umfeld II: ASPO Schweiz, VPM und We are Change


                                                                                                 Irma Kreiten  (Istanbul, den 19.8.2014)



Hinweis: ich danke Silvia Moser für ihren Hinweis auf den eingangs zitierten Artikel der "Welt". Die hier wiedergegebenen Ansichten sind jedoch ausschließlich meine eigenen und von mir selbst zu verantworten. Links und Quellenangaben drücken kein Zustimmung zu den verlinkten Inhalten aus; ich distanziere mich für ausdrücklich von allen extremistischen Inhalten und/oder solchen, die rechtliche Bestimmungen und/oder den menschlichen Anstand verletzen und weise ausdrücklich darauf hin, daß derartige links lediglich zu Beleg- und Illustrationszwecken gesetzt werden.

Kommentare:

  1. Und? wann gehts weiter? Bin schon gespannt wie sie den Ganser diffamieren

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    1. Lieber anonymer Kommentator! Ich denke, Daniele Ganser bringt sich selbst in Verruf. Ich habe hier in der Einführung und auch in anderen blogposts immer wieder geschrieben, worum es mir geht: es geht mir um all die Blockaden, die dazu führen, daß Themen wie der Völkermord an den Tscherkessen nicht wie anderes auch. d.h. auf normalem Wege an die Öffentlichkeit dringen und diskutiert werden können sowie generell daß diejenigen, die im Winschatten von wenig demokratischen Großmächten wie Rußland stehen, auch wahrgenommen und gehört werden. Hierzu ist es leider auch notwendig, entsprechende Netzwerke offenzulegen und daß sich eine als demokratisch verstehende Gesellschaft auf die eigenen Werte - Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Beachtung des internationalen Rechts und Transparenz - besinnt und auch wo nötig für diese eintritt.

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    2. Es geht um kritische Betrachtung der wahrlich durchzogenen Bilanz von Daniele Ganser. Gerade in der empirischen Geisteswissenschaft ist dies ein sehr oft begangener Weg, verehrter Anonymus, und also geht es nicht um Diffamierung

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